Kirchenbezirk Bremgarten
Geschichte
Bereits im 11. Jahrhundert, also noch rund 200 Jahre vor der Stadtgründung, stand im Bereich des heutigen Kirchenbezirks ein Gotteshaus. Nachdem dieses einem Brand zum Opfer fiel wurde im Jahr 1343 an derselben Stelle eine neue Kirche errichtet. Nach diversen Erweiterungen (1400/20 Kapellentrakt, 1450 Seitenschiff, 1532 Bau der Sakristei) erreichte die St. Nikolauskirche 1743 mit der Aufstockung der Glockenstube ihr heutiges Bauvolumen und ragt seither aus dem Zentrum des Kirchenbezirkes.
Bremgarten
Kontakt Informationen
BDWM Transport AG
Zürcherstrasse 10
5620 Bremgarten
Tel. +41 (0)56 648 33 33
Fax +41 (0)56 648 33 30
bremgarten@bdwm.chwww.bdwm.ch
Rund herum stehen südlich die St. Anna-Kapelle aus dem Jahr 1487 welche vermutlich aus dem ehemaligen Beinhaus hervorging; die durch die Begräbnishalle mit ihr verbundene Muttergotteskapelle aus 1409 und nördlich die St. Klarakapelle, die anlässlich der Erneuerung des angrenzenden Klostergebäudes 1625 gebaut wurde.
Beschreibung
Teile der hauptsächlich barocken Innenausstattung der Martinskirche fielen einem Brand während den Renovationsarbeiten 1984 zum Opfer. Da genaue Pläne bestanden, konnte die Kirche aber wieder detailgetreu hergestellt werden. Hervorzuheben sind die fantastisch gerahmten Fenster und Arkaden zum Seitenschiff, die mit Malereien aus um 1630 des einheimischen Künstlers Paul Widerkehr verziert wurden. Im Mittelaltar befindet sich die Statue des Katakombenheiligen Synesius, dessen Gebeine 1653 von Rom nach Bremgarten überführt wurden und der noch immer von vielen Leuten in der Region verehrt wird.
An der Nordostseite der St. Annakapelle ist eine kunsthistorische Besonderheit und Schweizer Unikum zu betrachten: Der vom Badener Bildhauer Gregor Allhelg geschaffene Schrein birgt eine überlebensgrosse Jesusfigur mit darüber schwebendem Engel während die Flügel, die im übrigen nur in der Karwoche geöffnet sind, mit altmeisterlich geschnitzten Reliefs ausgestattet sind.
Die von mindestens vier Meistern erschaffenen Fresken in der Muttergotteskapelle lassen zahlreiche Szenen aus dem Leben Jesu, Maria und weiterer Heiliger bestaunen und stellen ein Hauptwerk der spätgotischen Wandmalerei im Kanton Aargau dar.
Lage
Das habsburgische Brückenstädtchen an der Reuss unterteilt sich in die einheitlich-rational geplante Oberstadt welche sich auf auf einem Moränenplateau befindet, und in die sich gegen die zungenförmige Halbinsel hin ausbreitende Unterstadt.
Anreise
Von Aarau via Wohlen oder Dietikon nach Bremgarten bis Station „Obertor“. Von Brugg via Wohlen, Dietikon oder Mellingen. Reisezeit zwischen 45 min und 1 Stunde. Danach zu Fuss Richtung Unterstadt
Bremgarten ist auch auf der SchweizMobil - Kanuroute 90 und der SchweizMobil - Veloroute 77 erreichbar.
|
InfoBox
Öffnungszeiten Die St. Martinskirche sowie die Muttergottes- und die Klarakapelle sind jeweils tagsüber geöffnet.
In der St. Annakapelle finden regelmässig Ausstellungen mit wechselnder Thematik zum Kirchenbezirk Bremgarten, Eintritt frei.
|
|