Kloster Olsberg
Geschichte
Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster, welches 1234 als Hortus Dei (Gottesgarten) erstmals schriftlich erwähnt wurde, hat eine lange und bewegte Vergangenheit hinter sich. Dank der geschickten Vermögensverwaltung und Besitzerweiterungen durch die Klosterschwestern in der Region, florierte das Kloster bis ins 15. Jahrhundert. Danach hatte die Anlage mehrere Krisen zu überstehen: Nach einer Brandkatastrophe, Plünderungen und Gebäudebeschädigungen im Mittelalter, wurde das Kloster durch den österreichischen Kaiser im Jahre 1790 aufgehoben. Heute dient die Klosteranlage als Schulheim für lern- und verhaltensauffällige Kinder.
Beschreibung In der Geschichte des Klosters Olsberg spielten die jeweiligen Äbtissinnen wiederholt herausragende Rollen, unter anderem auch bei der Gestaltung der Klosteranlage. Bis heute erhaltene Bauelemente zeugen vom grossen Einfluss: So thront sowohl über dem Eingangstor beim ehemaligen Klostergarten als auch beim Eingang über dem Pfarrhaus das Wappen der ehemaligen Äbtissin Maria Johanna von Roll (1732 – 1757). Ein weiteres Zeugnis der Bedeutung der Klostervorsteherinnen ist an der Nordfassade des verkürzten Ostflügels zu finden: Es handelt sich um das in Sandstein gehauene Wappen der Äbtissin Ursula Schmotzer von Ritzol (1588 – 1645). Das Äbtissinnenwappen von Maria Bernarda von Freiburg (1707 – 1732) steht über dem Kircheneingang.
Der unbändige Umgestaltungswillen der Äbtissinnen hat die typischen Architekturelemente der jeweiligen Epochen in den Bau einfliessen und miteinander verschmelzen lassen. So steht der Besucher heute einer stattlichen Anzahl Relikten gegenüber, die ihn im wahrsten Sinne auf eine Reise durch die Geschichte führen.
Lage„Das Dorf in zwei Kantonen“ liegt am westlichsten Rand des Fricktals, abseits grosser Durchgangsstrassen und umgeben von unzähligen Kirschbäumen. Aus höheren Lagen lässt sich an schönen Tagen eine Aussicht bis in die Vogesen und den Tafeljura geniessen. Das Kloster befindet sich ca. einen halben Kilometer westlich des Dorfes.
AnreiseVom Bahnhof Rheinfelden zu Fuss in 1 Std. zur Olsberg Weid, Abstecher zum Kloster, und weiter in 1.15 Std. zum Bahnhof Kaiseraugst (Aargauer Wanderweg 2).
Von Magden, Giebenbach oder Liebrüti mit dem Bus in 5-10 min. bis Station „Olsberg, Chloster“.
Öffentlicher Parkplatz gegenüber dem Kloster auf der anderen Strassenseite vorhanden.
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InfoBox
Öffnungszeiten der Kirche: Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr und Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr. Ausserhalb der Öffnungszeiten bitte im Konventsgebäude zu Bürozeiten melden. Teile der Anlage sind nicht öffentlich zugänglich. Führungen sind auf Anfrage beim Stift Olsberg möglich (s. www.stiftolsberg.ch). Einige der historischen Räumlichkeiten der stilvoll renovierten Anlage können am Wochenende für private Anlässe gemietet werden.
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