Im Zuge der Reformation kam das klösterliche Leben in Fahr vollständig zum Erliegen. Neuweihe der Kirche 1549, Wiederaufbau der Ordensgemeinschaft ab 1576. Die wirtschaftliche Erholung im 17. – 18. Jahrhundert fand in einer regen Bautätigkeit ihren Ausdruck. Seit der Zuteilung an den Aargau durch die Mediation 1803 ist Fahr eine Enklave auf Zürcher Kantonsgebiet.
Die aus der Zeit um 1410–30 stammende Klosterkirche, eine schmale Saalkirche mit eingezogenem, gerade schliessendem Altarhaus, wurde um 1650 renoviert und im Scheitel um einen gewölbten Nonnenchor erweitert. Im kastenartigen, von einer Korbbogentonne überwölbten Kircheninneren sind anlässlich einer kompletten Neugestaltung (1745–1747) vergoldete Holzschnitzereien, gemalte Architekturmotive, stuckimitierende Dekorationen, Gemälde und Altäre raffiniert zu einem Ganzen verschmolzen worden.
Das Kloster bildet noch heute das einzige verbliebene Doppelkloster mit dem Kloster Einsiedeln. Die Beziehung zu Einsiedeln wird auch am Wirtshaus "Zu den zwei Raben" deutlich, das 1679 erbaut wurde. Der Name ist auf das Wappen des Klosters Einsiedeln zurückzuführen, welches zwei Raben trägt.
Seit der Gründung im Jahre 1130 bis heute wird im Kloster Fahr Weinbau betrieben. Die Trotte zur eigenen Kelterei und der Weinkeller wurden um 1740 erbaut und sind noch immer in Betrieb.
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