Schloss Horben


Erholungsheim des Kloster Muri
Nach der Klosteraufhebung 1841 wurde das Schloss Wohn- und Wirtshaus verwendet, so z.B. als Luft- und Molkenkuranstalt «zum Lindenhof» mit den Bädern für «vornhemliche erholungsbedürftige, schwächliche, blutarme und hektische Personen». Der im Jugendstil angebaute Wintergarten wurde später demontiert und dient heute noch beim Restaurant Hecht in Rottenschwil als Pavillion.
Beinwil Freiamt
Kontakt Informationen
Erlebnis Freiamt
c/o Muri Info
Marktstrasse 10
5630 Muri
Tel. +41 (0)56 664 70 11
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Äbte waren die Bauherren
Die Acta Murensia (um 1160) nennt auf dem Horben 16 Jucharten Klostergut. Der kauf des Sennhofes fällt ins Ende des 12. Jahrhunderts. Unter Abt Plazidus Zurlauben bauten in den Jahren 1700 und 1701 der Maurer Hans Rey (oder Frey) und der Zimmermann Hans Mäder für die Konventualen ein Erholungsheim mit der Grunsfläche 52 x 32 Schuh um die Summe von 1183 fl. 34 sch. Es soll bereits eine Kapelle besessen haben.
Fürstabt Gerold I. Haimb liess durch Maurer Rey und seine Söhne die heutige Kapelle bauen und weihte sie am 17. September 1730 zu Ehren der Heiligen Wendelin und Ubaldus. 1739 liess er im Hinblick auf die Herbsrekreation das Haus reparieren und durch Tapetenmalereien von Anton Dentzel schmücken. 1743 kamen ein Wasserbecken und ein Springbrunnen von Geörg Schmid, genannt Mödelin, von Sarmestorf dazu.

Tapetenmalerei von Caspar Wolf
Der Hofschreiner Matthäus Baisch wurde 1745 beauftragt, für die Klosterkirche Muri ein Altar, für das Fürstenzimmer im Herrenhaus auf dem Horben, einen Tisch, auf dem auch Messe gelesen werden konnte, vier Lichtstöcke und zwei oder mehr Rahmen zu liefern. Seine endgültige Gestalt eerhielt das Schloss durch Fürstabt Bonaventura II. Bucher. Damals entstanden die Tapetenmalereien vom bekannten Murianer Alpenmaler Caspar Wolf.

Heute Privatbesitz
Nach der Klosteraufhebung ging der Horben in Privatbesitz über uns das Schloss verkam als Wirtshaus. 1913 erwarb es die Familie Borsinger. Sie liess den wintergartenartigen Anbau abreissen und das Schlos restaurieren. Die Kapelle St. Wendelin blieb Eigentum der römisch-katholischen Kirchgemeinde Beinwil.